TüftelLab TüftelLab “Making macht den Unterricht kompetenzorientierter”: Lehrkraft Melissa Jäger im Gespräch

“Making macht den Unterricht kompetenzorientierter”: Lehrkraft Melissa Jäger im Gespräch

Wie funktioniert Making im Unterricht praktisch und anwendungsorientiert? Zum 10-jährigen Jubiläum des TüftelLabs, teilt Lehrkraft Melissa Jäger persönliche Einblicke aus dem Schulalltag.

Vor zehn Jahren begann Junge Tüftler mit der Idee, die Welt von Kindern und Jugendlichen mit einfachen Werkzeugen, positiven Lernsettings und unerschütterlicher Überzeugung zu verändern. In ZukunftBilden: 10 Jahre, 10 Stimmen erzählen zehn wegbereitende Perspektiven aus unserem Team, Schulen und digitaler Bildung, was es bedeutet, wenn Neugier auf Ermutigung trifft und junge Menschen darin bestärkt werden, die Welt nicht nur zu verstehen, sondern sie proaktiv und selbstwirksam zu gestalten.

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Melissa Jäger

Lehrkraft an der Grundschule am Schäfersee Berlin
Mir kommt es nicht darauf an, dass meine Schülerinnen und Schüler nach Schema F arbeiten müssen, sondern dass sie mir erklären können, wie sie ihre eigene Lösung gefunden haben.

Wie hat Making den Unterrichtsalltag verändert?

Melissa: Making bringt viel mehr Kinder dazu, aktiviert zu arbeiten. Häufig habe ich Unterricht so erlebt: Die Kinder hören zu und bearbeiten dann eine Aufgabe, ohne wirklich den Sinn dahinter zu verstehen, einfach nur, weil die Lehrkraft das vorgibt und das nun mal die Aufgabe ist. Was ich aber auch bemerkt habe ist, dass immer mehr Kinder genau solche Strukturen hinterfragen. Das grundlegende Denken hat sich verändert. Jugendliche werden “rebellischer”, weil sie nicht mehr das Gefühl haben wollen, sinnlose Aufgaben zu erfüllen. Die Kinder arbeiten viel häufiger mit ihren Händen, diskutieren miteinander und reflektieren ihre Fehler. Dadurch hält die Aufmerksamkeitsspanne viel länger an, da sie eben nicht nur sitzen und still arbeiten. Sie bewegen sich zwischendurch, sie reden miteinander, ohne dass es immer leise sein muss. Durch Making findet ein Positionswechsel statt, durch den wir und auch die Lernenden immer wieder neue Denkanstöße bekommen.

Wie hat sich das Lernverhalten der Schülerinnen und Schüler verändert?

Melissa: Making macht den Unterricht kompetenzorientierter, weil wir nicht einfach sagen: “Okay, wir haben jetzt Deutschunterricht und wir arbeiten mit den Makey Makeys an einem Projekt, das nur für den Deutschunterricht ist.” Making funktioniert fächerübergreifend. Das sehe ich vor allem im Deutsch, Mathe oder Sachunterricht, aber auch Kunst oder Naturwissenschaften. Die Schülerinnen und Schüler trainieren eine Reihe an Fähigkeiten: Skizzen anfertigen, Bauanleitungen schreiben, Prototypen testen, reflektieren, was hat geklappt, was hat nicht geklappt, wie muss ich es verändern? Genau da spricht man über Kompetenzen und nicht über Fächer. Und ich denke, die Lehrkräfte wechseln ein bisschen ihre Rolle. Ich bin dann eben nicht mehr die Person, die vorne steht und alle Augen sind auf mich gerichtet. Ich löse mich aus der aktiven Rolle heraus und beobachte, was die einzelnen Kinder machen. Wo stehen sie gerade? Haben sie Ideen und Lösungsansätze? Brauchen sie Unterstützung? Ich ändere also meine Haltung.

Wenn Kinder beispielsweise auf mich zukommen und sagen: “Ich kann das nicht, hilfst du mir?”, frage ich “Wie kann ich dir helfen?”, so dass sie lernen, konkreter zu formulieren, was sie brauchen und ihre eigenen Ressourcen zu aktivieren. Manchmal haben sie dann schon eigene Ideen, aber viele haben sich auch daran gewöhnt zu sagen: “Ich kann das nicht.” Wenn ich dann mit ihnen ins Gespräch gehe und frage: “Brauchst du vielleicht kurz einen Impuls, brauchst du etwas zum Recherchieren oder vielleicht eine kleine Pause?”, kommen sie meist ins eigenständige Reflektieren und Handeln.

Das spiegelt sich allgemein auch im Verhalten wider. Oft sind meine Lernenden traurig, weil die Zeit beim Tüfteln so schnell verfliegt und sie “nicht fertig” geworden sind. Das Schöne daran ist: Es gibt auch kein richtiges “Fertig”, es ist ein Prozess. Natürlich gibt es Projekte, die abgeschlossen sind, aber dann haben die meisten schon wieder neue Ideen, die sie ausprobieren wollen. Im Prozess differenziert sich der Lernstil ganz organisch aus. Meistens sind es offen gestellte Aufgaben, die sich zwar an einem Lernpfad orientieren, aber sich darin unterscheiden, wie viel Zeit ein Kind investiert und wie intensiv es an bestimmten Punkten arbeitet. Die einen machen vielleicht nur die Basics, die anderen gehen tiefer rein. Die Grundkompetenzen sind aber die Gleichen.

Hast du ein Lieblingsprojekt, welches du mit deinen Schülerinnen und Schülern bereits umgesetzt hast?

Melissa: Alles, was irgendwie mit Making zu tun hat! Ich bin sogar manchmal traurig, wenn ich “normalen Unterricht” gebe (lacht). In einem unserer Projekte haben wir angefangen, die Viertklässler auszubilden, die dann wiederum die Zweitklässler angefangen haben anzuleiten. Es war einfach so schön zu sehen, dass die Motivation nicht unbedingt an das “Verstehen, wie es funktioniert” gekoppelt war, sondern an den Gedanken: “Ich will am Ende diese Kompetenz haben, damit ich es den Kleineren erklären kann.” Dadurch mussten die Kinder am Anfang erstmal eine gewisse Kompetenzstufe erreichen, bis wir Lehrkräfte dann das Go gegeben haben, dass sie ihre eigene Gruppe alleine betreuen durften. Da gehören nicht nur digitale Kompetenzen, sondern auch alles “drumherum” dazu. Eine Kollegin, die die Klassenleitung einer zweiten Klasse innehatte, hat sich an den Tisch gesetzt und einfach mitgemacht, weil sie gemerkt hat: Die Kinder schaffen das auch alleine. Ich sorge lediglich für einen sicheren Rahmen und biete Lernbegleitung an. 

Mein Lieblingsprojekt ist das sprechende Poster, da es für so viele Aha-Momente gesorgt hat. Meine Schülerinnen und Schüler waren so begeistert. Man kann das für jedes Thema in jedem Fach, in jeder Klassenstufe umsetzen, quasi ein richtig tolles Universalprojekt. Mal macht man es in der vierten Klasse in Deutsch, mal in der fünften in Nawi, in der sechsten in GeWi. Das Level an Komplexität kann mit der Klassenstufe und dem Lernniveau steigen.

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Welche Möglichkeiten bietet Maker Education dir deinen Lehransatz zu bereichern?

Melissa: Ich habe das Beispiel einer Bewertungsskala mitgebracht, um die Idee etwas besser zu visualisieren. Eingangs habe ich mir Gedanken darüber gemacht, welche Sachen ich bewerten möchte. Beispielsweise die Planung eines Projekts. Wenn ich dann mit den Kindern ins Gespräch gehe, beobachte ich, ob die Idee an den Haaren herbeigezogen ist oder die Kinder sich wirklich Gedanken gemacht haben. Gibt es vielleicht schon eine Skizze oder einen Plan? Für alle Bereiche, wie Planen, Bauen, Dokumentieren, Problemlösung und Kreativität, gibt es ein Punktesystem, aus dem sich am Ende eine Gesamtnote für das Projekt ergibt. Der Vorteil hierbei ist, dass die Kinder ganz klare, greifbare Vorgaben haben, an denen sie sich orientieren können, um zu verstehen: Was möchte meine Lehrkraft von mir, in welche Bereiche gliedert sich meine Note und warum? Oftmals fehlt den Lernenden ein klares Verständnis der Benotung und sie fragen sich: Warum habe ich jetzt eine Vier? Durch dieses System fällt es mir leichter, den eigentlichen Prozess mitzuverfolgen und zu bewerten, ob eine Gruppe am Anfang Schwierigkeiten hatte und sich dann zusammengerauft hat, oder ob es eine Gruppe aus besten Freunden war, die nicht so konzentriert gearbeitet hat. 

Das Tolle an Making ist ja, dass der Ansatz fächerübergreifend einsetzbar ist. Unsere Schülerinnen und Schüler haben nicht immer nur 40 Minuten oder 80 Minuten, sondern manchmal auch einen ganzen Tag, an dem sie statt Deutsch, Sachunterricht oder Mathe einen Tag an einem bestimmten Projekt arbeiten, um die Fähigkeiten, über die ich vorhin schon einmal gesprochen habe, aktiv zu trainieren und zu schärfen.

Making gibt mir auch die Möglichkeit zusätzlich in die Rolle des Lerncoachs zu schlüpfen, in der ich nicht klassisch etwas beibringe, sondern eher Leitfragen vorgebe und die Kinder eigenverantwortlich tüfteln lasse. Das unterstützt die Kinder auch in ihrem Lernprozess, da sie durch die kontinuierliche Iteration von Prototypen ihre eigene Entwicklung mitverfolgen und ihre Ressourcen aktivieren. Gemeinsam lernen sie: Was braucht es, um zu einem tollen Endergebnis zu kommen, und wie sind wir dort gemeinsam hingekommen? Mir ist es wichtig den Kindern zu vermitteln, dass es okay ist, Fehler zu machen, da es im Prinzip Daten sind, die sie über sich und den eigenen Prozess sammeln. Gemeinsam werten wir das dann aus und schauen, was wir verbessern können, oder wo es geklemmt hat. Das hat den Vorteil, dass die Schülerinnen und Schüler für die nächsten Projekte ganz andere Erfahrungswerte mitbringen und mit jeder neuen Aufgabe wachsen.

Hast du Veränderungen bei deinen Schülerinnen und Schülern wahrgenommen, seit ihr angefangen habt Making in den Unterricht zu integrieren?

Melissa: Die Frage hat mich ein wenig mehr beschäftigt, da für uns schon einige Dinge so selbstverständlich geworden sind. Sobald ich anderen davon erzähle, sind sie begeistert, dass der Unterricht auch anders funktionieren kann. Gerade das Thema Selbstwirksamkeit spielt eine große Rolle. Ich nehme wahr, dass viele Kinder eine höhere Frustrationstoleranz aufgebaut haben und sich nicht mehr so leicht verunsichern lassen, sondern sich sagen: “Ach, dann probiere ich es eben nochmal.” Ich beobachte ganz gespannt, dass meine Schülerinnen und Schüler viel einfacher akzeptieren, wenn manche Sachen beim ersten Mal nicht so funktionieren, wie sie es sich vorgestellt haben und fehlerhaft sein können. Dann legen sie eventuell eine Tätigkeit erstmal zur Seite und beschäftigen sich zum Beispiel damit, das Plakat für das Gruppenprojekt fertig zu stellen. 

Die Kinder haben so unterschiedliche und vielfältige Persönlichkeiten. Es gibt die super quirligen, oder auch die, die gerne alleine in Ruhe arbeiten möchten. Jedes Kind kann seine eigenen Fähigkeiten ganz individuell einbringen. Das eine Kind arbeitet ganz still für zwei Stunden in einer ruhigen Ecke und schreibt in dieser Zeit eine komplette Geschichte, während der Rest der Gruppe das Projekt skizziert, die Präsentation vorbereitet oder bei einem gerade aufgekommenen Problem nach einer Lösung sucht. Die Lernenden können sich selbst die Rollen zuteilen, die ihnen wirklich liegen. In diesem Prozess haben meine Schülerinnen und Schüler schon so viel über sich selbst und ihre Mitschülerinnen gelernt: Wo liegen meine Stärken und die meiner Klasse? Was kann ich noch nicht so gut und möchte es lernen? Sie lernen im Team Aufgaben gerecht zu verteilen und zu verhandeln, quasi wer für welche Aufgabe am Besten geeignet ist, auch wenn das eigene Bedürfnis vielleicht etwas anderes sagt.

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Hat das auch die Art und Weise verändert, wie ihr im Klassenkontext miteinander kommuniziert?

Melissa: Ja, der Sprachanteil der Lernenden ist viel höher als im regulären Unterricht, weil sich durch Making auch die Art und Weise ändert, wie die Klassen und Lehrkräfte untereinander kommunizieren. Durch diese Unterrichtsstruktur müssen meine Schülerinnen und Schüler auch viel genauer miteinander ins Gespräch gehen. Sie müssen erklären, warum sie etwas machen, argumentieren und reflektieren lernen und sich auch verteidigen oder für sich einstehen, wenn die Situation es erfordert. Wenn ein Kind sagt: “Deine Idee ist blöd”, dann reicht es nicht zu sagen, “Doch, die ist gut”. Die Schülerinnen und Schüler dürfen die Feinheiten der Kommunikation lernen und erklären, wieso, weshalb und warum, ihre Idee denn eigentlich doch gut ist, und welchen Mehrwert sie beispielsweise für die Gruppe bietet. Das funktioniert in der Kommunikation mit uns Lehrkräften recht ähnlich. Sie dürfen uns erklären, wie sie ihr Projekt gestaltet haben und warum, wie sie den Prozess erlebt haben und was sie gelernt haben. Mir kommt es nicht darauf an, dass meine Schülerinnen und Schüler nach Schema F arbeiten müssen, sondern dass sie mir erklären können, wie sie ihre eigene Lösung gefunden haben.

Das heißt, die Lernerfahrung oder das Lernen per se hat sich durch Making verändert?

Melissa: Ja, genau! Die Entwicklung hin zu sozialem Lernen ist spürbar. Das zeigt sich insbesondere darin, dass Lernende Absprachen treffen, Hilfe anbieten, Hilfe auch einfordern und aktiv Konflikte lösen. Mir ist auch aufgefallen, dass sie ihre eigenen Bedürfnisse deutlicher wahrnehmen und ansprechen können. Wenn ein Kind merkt. “Mir ist gerade alles zuviel”, dann nimmt es sich einfach kurz raus, und lernt sich eigenständig zu regulieren. Es herrscht viel weniger Vergleichsdruck in der Klasse und stattdessen gelingt es den Kindern besser, einen Fokus zu finden und konzentriert zu arbeiten. Es steht nicht primär die Leistung im Vordergrund, sondern die Motivation, zusammen etwas Cooles zu gestalten, Spaß zu haben und dabei Zukunftskompetenzen zu erwerben, die zeitgemäß und anwendungsorientiert sind. Wir gehen davon aus, dass unsere Schülerinnen und Schüler in der Lage sind, Transferleistungen zu erbringen und Arbeits- und Funktionsweisen verschiedener Werkzeuge oder Prozesse miteinander verknüpfen können. Wenn sie beispielsweise wissen, wie die Grundlagen des Makey Makeys funktionieren, können sie spezifische Funktionsweisen wiedererkennen und sie auch auf den Calliope mini anwenden. Über den klassischen Frontalunterricht würden sie das so nicht lernen.

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Gibt es konkrete Unterrichtssituationen, die dich besonders berührt haben und dir im Gedächtnis geblieben sind?

Melissa: Ich habe tatsächlich zwei sehr unterschiedliche Situationen mitgebracht, die ganz schön zeigen, wie Maker Education Kinder ganz individuell unterstützt. Vor einer Weile haben wir einen Calliope Workshop gegeben und ein Mädchen ist uns dort besonders aufgefallen. 

Bis zu dem Zeitpunkt haben wir sie eher als unkonzentriert wahrgenommen, als ein Kind, das im Regelunterricht manchmal untergeht und einen besonderen Förderbedarf hat. Beim Workshop war sie zunächst total überfordert, weil sie gar nicht wusste, was sie machen soll. Wir haben ihr in einer 1:1 Situation alles genau erklärt und sind gemeinsam die Schritte durchgegangen. Da hat sich bei ihr ein Schalter umgelegt und sie hat im Anschluss wirklich den kompletten Lernpfad alleine durchgearbeitet. Sie hat uns dann ganz begeistert gezeigt, was sie alles getüftelt hat und da ist uns ganz stark aufgefallen: Sie brauchte einfach nur einmal jemanden, der sich ganz gezielt mit ihr hinsetzt und ihr die Aufgabe erklärt. Sie hat plötzlich fröhlich, eigenständig und ganz fokussiert weitergearbeitet. Und genau das macht Making uns im Unterricht möglich.

Aktuell gestalte ich mit meiner Klasse ein Lego Spike Projekt. Ein Junge aus der Klasse ist sehr künstlerisch begabt und in der Regel sehr ruhig und zurückhaltend in der sonst lauteren Jungsgruppe. In unserem Projekt ist er total aufgeblüht und hat die Gruppe sehr schön angeleitet. Die anderen Jungs haben das auch direkt angenommen, weil sie genau wissen, welche Kompetenzen und Stärken er mitbringt. Die haben untereinander ganz schnell einen Konsens gefunden und die Rollen verteilt. Das war sehr rührend, weil er diese Aufmerksamkeit im Klassenkontext nicht gewohnt und manchmal auch lieber für sich alleine ist. Bei einer Sache, die ihm viel Freude bereitete und bei der schnell klar wurde, “Wow, ich kann das gut, und die anderen nehmen das auch so wahr”, ist er voll aufgegangen und konnte zeigen: Das bin ich und das kann ich!

Vielen Dank fürs Teilen. Das sind wirklich ganz tolle Eindrücke. Danke für deine Zeit, Melissa!

Ihr möchtet Making auch bei euch an der Schule umsetzen?

Im TüftelLab Schule Programm begleiten wir euch bei der Umsetzung von Making im Unterrichtsalltag. Von Inspirations-Workshops, über Fortbildungen, bis hin zum Aufbau eures eigenen Makerspaces, wir unterstützen euch bei jedem Schritt.
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